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Die Indizien die für einen Wald-Feldbau sprechen sind:
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Gegenargumente:
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Vorratsfunde und Pollenprofile zeigen, dass die Felder bemerkenswert arm an Unkraut waren,
vermutlich wurden die Felder also nicht gedüngt, sondern immer wieder an anderen Stellen neu angelegt.
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- das liegt an der Ährenernte - die Felder wurden intensiv betreut und gründlich gejätet
- es liegt an der Fundsituation (z.B. gereinigte Getreidevorräte), dass wenige Unkräuter zu finden sind
- es werden keine Waldpflanzen/ausdauernde Arten als Unkräuter gefunden, was aber bei einem Wald-Feldbau trotz Brand zu
erwarten wäre, was Anbauversuche gezeigt haben
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Die Unkrautarten die man zusammen mit den Getreideüberresten findet, deuten auf fruchtbare Böden hin (z.B. wenn man die
Ellenberg-Zeigerwerte mit den Unkrautgesellschaften späterer Zeiten vergleicht).
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Die Unkräuter sind die gleichen unspezifischen, auf fruchtbare Lehmböden hinweisende Arten, die man schon aus
der Bandkeramik kennt.
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In Pollenprofilen findet man immer wieder größere Mengen an kleinen Holzkohleflittern, dies weist auf größere
Brände in der Landschaft hin. Da ein mitteleuropäischer Laubwald unter natürlichen Umständen kein Feuer fängt, müssen diese
vom Menschen gelegt worden sein.
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Die Brände könnten zu anderen Zwecken gelegt worden sein, z.B. um die Weidemöglichkeiten für die Haustiere zu verbessern.
Es muß nicht unbedingt einen Zusammenhang geben zwischen den Bränden und dem Ackerbau.
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Pollenprofile zeigen eine Veränderung der Zusammensetzung des Waldes: Die Pollenwerte von Rotbuche, Linde und
Ulme gehen im Jungneolithikum stark zurück. Wären ausgedehnte Waldflächen gerodet und längere Zeit baumfrei
gehalten worden, so hätten sich dort Gräser und Kräuter ausgebreitet und ein deutliches Signal im Pollenniederschlag
hinterlassen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Stattdessen nehmen die Licht- und Pionierhölzer Hasel und Birke zu,
die unter natürlichen Bedingungen niemals die Schatthölzer in diesem Ausmaß verdrängen können. Auffallend häufig
ist bei Feuchterhaltung Sammelobst wie Himbeeren, Brombeeren, Wald-Erdbeeren, Haselnüsse, die nicht im dichten
Wald vorkommen, aber gerne auf Schlägen.
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- s.o.
- Die beobachtete ausgedehnte Niederwaldwirtschaft hat nichts mit dem Ackerbau zu tun, sondern könnte aus
anderen Gründen ausgeübt worden sein (leichtere Holzgewinnung, Förderung der Hasel wegen der Nüsse, usw.)
- die Sammelobstarten kommen auch gerne an Waldrändern vor, z.B. benachbart zu den Feldern
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Es wurde im Jungneolithikum der anspruchsvolle Hartweizen angebaut. Weder im Altneolithikum noch in der
Bronzezeit, Eisenzeit oder im Mittelalter spielte der Weizen eine so wichtige Rolle, weil die Nährstoffversorgung
einfach zu schlecht war. Während die Bandkeramiker noch gute, fruchtbare Böden vorfanden, zeigen die Funde,
daß sich die Bedingungen im Mittelneolithikum verschlechtert haben: eine starke Verunkrautung der Äcker, vermehrter
Anbau der anspruchsloseren Gerste. Gründe dafür sind Nährstoffverarmung, Bodenversauerung und Erosion.
Die Jungneolithiker müssen also ein Verfahren gefunden haben, diesen Trend zu stoppen.
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Dieses Verfahren muß nicht ein Wald-Feldbau mit Brand und langen Brachen gewesen sein. Es können auch
andere Verbesserungen entwickelt worden sein, z.B. ein Intensivanbau mit Düngung irgendwelcher Art,
evtl. Fruchtwechseln, sorgfältigem Jäten. Vielleicht läßt sich durch Düngung mit Holzkohle und organischen
Abfällen etc. ein fruchtbarer Boden aufbauen, so daß die Felder lange fruchtbar bleiben und hohe Erträge liefern
(vgl. Terra preta im Amazonasregenwald).
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Man betrachtet das Verfahren als eine extensive Anbaumethode und geht von einem extrem hohen Flächenverbrauch aus,
was ja auch stimmt angesichts des Verhältnisses von Brache zu Anbaufläche. Auch ist das Verfahren aufwändig
hinsichtlich des hohen Holzbedarfs und jährlicher Rodungen. Allerdings haben die Versuche in Forchtenberg
zweifelsohne gezeigt, daß die Erträge nach Brand sehr hoch sind und einer intensiven Landwirtschaft entsprechen,
so daß Modelle zum Flächenbedarf deutlich nach unten korrigiert werden müssen. Auch die ermittelten Arbeitszeiten
sind so, daß die Aufgaben durchaus zu bewältigen sind.
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Das Verfahren ist zu aufwändig und der Flächenbedarf unrealistisch hoch
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